Weihmichl
Donnerstag, 04. April 2019

Neues Gerätehaus wird am 5. Mai eingeweiht

49 aktive Mitglieder – Acht Neuaufnahmen – Zahlreiche Ehrungen

Weihmichl. Die Mitglieder der Stützpunkt- als auch der Ortsteilfeuerwehren sind die größte, aber auch ständig in der Gemeinde einsatzbereite Bürgerinitiative. Das lebendige ehrenamtliche Engagement wurde vor kurzem in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Lackermeier in Edenland nicht nur von Bürgermeister Sebastian Satzl mit einer besonderen Wertschätzung lobend erwähnt.

In der Feuerwehr ist lebendig, was die Bürger sehr dringend brauchen, nämlich das freiwillige ehrenamtliche Engagement. In einer Zeit, in der viele Menschen Angst davor haben, sich dauerhaft an Vereine und Organisationen zu binden, gerade in einer solchen Zeit geben die Feuerwehrkameraden ein Musterbeispiel an Solidarität. So zählt die Weihmichler Stützpunktfeuerwehr zur Zeit 49 aktive Mitglieder (darunter 23 Geräteträger für Atemschutz, sieben Maschinisten und neun Gruppenführer). Nach den üblichen Regularien, die erkennen ließ, dass der Verein finanziell auf gesunden Füßen steht, wurde der Vorstandschaft die Entlastung erteilt. Wie 1. Kommandant Jakob Kronawitter berichtete, wurden im vergangenen Jahr 605 Übungs- und Einsatzstunden geleistet. Insgesamt sei man 19 Mal – davon acht technische Hilfeleistungen und sechs Brandeinsätze – gerufen worden. Des Weiteren wurde am MTA-Basismodul in Hohenthann, an drei Atemschutzaus- und fortbildungen sowie am Seminar Gasmesstechnik teilgenommen.Als Herausforderung der nächsten Jahre sprach Kronawitter die Nachwuchsgewinnung, Fortführung der Ausbildungen, die Führerscheinproblematik, den Bedarfsplan der vier Gemeindewehren sowie die Fahrzeugbeschaffung an. Auch verwies er auf die Teilnahme am „Rescue Day“ des Landkreis Landshut am 24. und 25. Mai. Hierzu war zu hören, dass die Einsatzzahlen im Bereich der technischen Hilfeleistung stetig steigen. Dies sei nicht zuletzt auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf Landstraßen und Autobahnen zurückzuführen. Neue Fahrzeugtechniken und die Vielfalt der am Straßenverkehr teilnehmenden Fahrzeuge stellen die Wehren und Hilfsorganisationen immer wieder vor neue Herausforderungen. Um jedoch in diesen Situationen vorbereitet zu sein, gilt es verschiedene Unfallszenarien zu trainieren und Wissen über die verwendete Technik zu erlangen. Die Ausbildung deckt die Bereiche PKW-, LKW- und Busrettung ab. Schließlich konnte er per Handschlag noch acht Neuaufnahmen vermelden, darunter vier Damen. Es waren dies: Yannik Fischer, Annika Kudlich, Elin Reppold, Mira Reppold, Franziska Roider, Sebastian Roider, Simon Sandleitner und Johannes Weinzierl.

Vorsitzender Georg Rußwurm konnte zu Beginn Bürgermeister Sebastian Satzl sowie Kreisbrandrat Thomas Loibl und Kreisbrandinspektor Hans Haller willkommen heißen. Er ließ das vergangene Jahr Revue passieren, das ein reges kulturelles Leben abzeichnete. Und so findet auch heuer wieder am 20. Juli „Aufgspuid in Weihmiche“  mit Martin Frank „Es kommt wie`s kommt“ statt. Vorab aber findet noch am 5. Mai die Einweihung des neuen Feuerwehr-Gerätehauses statt. Wie hierzu zu vernehmen war, sind bis zum jetzigen Zeitpunkt 1580 Stunden an Eigenleistungen vollbracht worden und im April sind noch Einbau-, Einrichtungs- und Umzugsarbeiten zu tätigen. Kleine Veränderungen der Vereinssatzung sowie die Aufnahme „Datenschutz“ wurden angesprochen. hierbei legt der Verein besonderen Wert auf den Schutz personenbezogener Daten seiner Mitglieder. Die Änderungen wurden einstimmig angenommen. Anschließend war es den Führungskräften vorbehalten, Ehrungen vorzunehmen. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber erhielten Robert Christl, Leonhard Lackermeier und Georg Scharf. Das Ehrenzeichen in Gold wurde an Franz Hohenester verliehen. Für 25-jährige Tätigkeit beim Spielmannszug wurden Elisabeth Heckner und Andrea Neumeier geehrt.

Die Anwesenheit des Bürgermeisters sowie der Feuerwehrdienstgrade im Landkreis unterstrich die Wertschätzung gegenüber dem besonderen ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehr. „Die Feuerwehrleute opfern nicht nur ab und zu ein Stück ihrer Freizeit. Sie opfern vielmehr kontinuierlich über Jahre hinweg Zeit, um der örtlichen Gemeinschaft zu dienen.“ Dafür wurde den Floriansjüngern von allen Seiten Dank und Anerkennung ausgesprochen. -bac-

Am neuen Gerätehaus wurden bislang 1580 Stunden an Eigenleistungen vollbracht.
Unter den acht Neuaufnahmen waren auch vier Damen dabei.
Die Geehrten mit den Feuerwehrführungskräften und Bürgermeister Sebastian Satzl.