Weihmichl
Montag, 19. November 2018

Gedenken an das Kriegsende am 11.11.1918

Volkstrauertag und Kriegsende von 100 Jahren – Bürgermeister mahnt zum Frieden

Neuhausen/Weihmichl:

Am Sonntag wurde anlässlich des Volkstrauertrages der Verstorbenen vor 100 Jahren gedacht. Am Kriegerdenkmal legte Bürgermeister Sebastian Satzl zum Gedenken der vielen Opfer einen Kranz nieder. In seiner Ansprache rief er zum Frieden auf.

„Genau an diesem Tag von 100 Jahren, am 11. November 1918, endete der erste Weltkrieg.“ sagte Sebastian Satzl in seiner Ansprache. Am 28. Juli 1914 begann ein bis dahin in seiner Grausamkeit und Dimension des Tötens ein ebenso unbekannter wie erbarmungsloser Stellenkrieg. Schützengräben zogen sich bald von der Nordsee durch Belgien und Frankreich bis zur Schweizer Grenze. Ganze Landstriche wurden verwüstet, von Granaten zerwühlt, durch Giftgas verseucht.

Wie Sebastian Satzl weiter feststellte, wurden in vierzig Ländern siebzig Millionen Mann mobilisiert, wovon zehn Millionen von ihnen fielen und etwa zwanzig Millionen verwundet wurden.

Jedoch gelitten und gestorben wurde nicht nur an der Front. Mindestens acht Millionen Kriegsgefangene stellten bis dahin eine unbekannte Größenordnung dar.

Auch unter der Zivilbevölkerung forderten die Jahre 1914 bis 1918 unermessliche Opfer.

„All diese Opfer sind keine Statistik, sie klagen uns an. Es ist an uns, künftige Kriege zu vermeiden“, so der Bürgermeister. Einhundert Jahre Kriegsende sind damit der gegebene Anlass, eines Jahrhunderts der enthemmten Gewalt und der Anstrengungen, ihr zu begegnen und zu gedenken.

Der Volkstrauertag mahnt uns jedes Jahr, Lehren aus den Schrecken der Vergangenheit zu ziehen. Es ist gut, gegen den Krieg zu sein. Es ist aber noch besser, etwas für den Frieden zu tun. „Lassen Sie uns gemeinsam den Volkstrauertag immer wieder aufs Neue zum Anlass nehmen, einen eigenen Beitrag zum Frieden zu leisten, jeder nach seinen Möglichkeiten“.

Das Gedenken am Ehrenmal wurde abgeschlossen mit der obligatorischen Kranzniederlegung und dem musikalischen Gruß im Donner der Böllerschützen.