St. Willibald
Vorgeschichte:
Christilisiert wurde unsere Gegend im 8. Jahrhundert nach Christus. Die Zusammensetzung des Ortsnamens Weihmichl lässt auf ein Vorhandensein einer Michaelskirche schließen. Wann das Michaelspatrozinium von dem des Willibald abgelöst wurde, ist nicht genau bekannt, sicher aber in der Zeit, in der das Hochstift Eichstätt durch Grundbesitz in Weihmichl Einfluss ausüben konnte (Urkunde von 1060).
Die Pfarrei Weihmichl wurde im Jahre 1256 zum Kloster St. Emmeram in Regensburg zugehörig erklärt.
Die Pfarrkirche St. Willibald ist ein stattlicher Barockbau auf einer Anhöhe im Dorf. Schön gelegen, prägt sie das Ortsbild des Dorfes.
Baubeschreibung:
Die Untergeschosse des Kirchturmes sind spätgotisch, sie stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Der Chor und das Schiff wurden 1725 – 1730 neu erbaut. Der ansehnliche Barockbau hat auf der Südseite am Chor den stattlichen Turm, auf der Westseite des Kirchenschiffs ist eine Vorhalle. Das Schiff ist zu drei Jochen gegliedert, die Fenster sind in rundbogigen Wandnischen mit Kämpfergesimsen eingetieft, Doppelpilaster hinterlegt, Gurtbogentonne mit Stichkappen. Der eingezogene zweiachsige Chor ist rund geschlossen.
Der Wandaufriss lässt eine Planung durch Hans Widtmann aus Pfeffenhausen vermuten.
Weihmichl, ein Haufendorf im Tal der Pfettrach mit Pfarrkirche St. Willibald. Die Kirche liegt hübsch auf dem Berg über dem alten Dorfkern. Dem Ortsnamen nach zu schließen, war die erste Kirche des Dorfes dem heiligen Michael geweiht. Urkundlich erscheint der Ort erstmalig im Jahre 1060. Der edle Rotperus gibt darin die Hofhaltung zu „Wihenmichel“, die er vom früheren Bischof Gebhard zu Eichstätt zu leihen erhalten hatte, an das dortige Domkapitel zurück. Gebhard selbst war eine einflussreiche Persönlichkeit, übte die Regentschaft über die unmündigen Kaisersöhne aus und trat 1055 als Papst Viktor II. die Nachfolge Petri an. Zu dieser Zeit wird wohl auch der heilige Willibald als Gründer und Patron des Hochstiftes Eichstätt den heiligen Michael als Kirchenpatron abgelöst haben. Im 12. Jahrhundert lebte im Ort ein Edelgeschlecht, das sich nach ihm benannte.
Das heutige Gotteshaus ist eine stattliche Barockanlage, die um 1725 zum mittelalterlichen Turm errichtet wurde. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden Seitenaltäre, während der Hochaltar späterer Zeit angehört.

