St. Laurentius
Unterneuhausen, ein Pfarrdorf im Tal der Pfettrach mit der Kirche St. Laurentius. Das Dorf wird erstmals im Jahre 814 im Testament des Abtes Rihpald als „Niuuinhusen“ erwähnt, da er es zusammen mit Süßbach dem Kloster St. Emmeram in Regensburg schenkt mit der Bitte, es möge von diesem nie weggegeben werden. Man nimmt an, dass schon damals anstelle der heutigen Kirche eine Taufstelle bestanden hat. Aus Klosterurkunden geht hervor, dass bereits 1031 ein Geistlicher auf der „Pfarrhube“ saß, dass die mittelalterliche Kirche 1589 restauriert wurde und in ihr vier Altäre aufgestellt waren. Im Dreißigjährigen Krieg wurden alle Kirchen der Pfarrei erbrochen und ausgeraubt und ein Visitationsbericht von 1665 besagt, dass die Altäre auch in der Pfarrkirche immer noch „verletzt“ seien. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts war „das Gotteshaus so ruinos gewesen, dass selben der Einsturz gedroht hat und nicht einmal mehr ein Dach gewesen“. Der Hofmaurermeister Felix Hirschstötter entwarf den Plan und leitete den Bau. Den Hochaltar einschließlich des Blattes stiftete der damalige Ortspfarrer; die beiden Seitenaltäre stammen jedoch aus der Einrichtung der früheren Kirche. Beachtung verdient neben der stattlichen Einrichtung das Deckengemälde des „Ignaz Kauffmann pinxit 1773“, das Szenen aus dem Leben des heiligen Laurentius, die Evangelisten und die Kirchenväter zeigt.

