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Ein Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz war beim angenommenen Schwellbrand notwendig.

Gemeinschaftsübung der Feuerwehren Weihmichl und Edenland

Aufgrund der immer häufiger auftretenden Katastrophenfälle, Großschadenslagen oder großflächigen Einsatzstellen muss der Katastrophenschutz für die Feuerwehr eine neue Gewichtung erfahren.
Darüber hinaus wird es immer notwendiger, die Arbeit der Feuerwehren im Katastrophenfall gegenüber der Bevölkerung und der Politik richtig darzustellen. Bei dieser Übung stellten die Weihmichler Feuerwehrdienstleistenden den örtlichen Einsatzleiter, als sie am Donnerstag zur Gemeinschaftsübung gerufen wurden. Große Einsatzbereitschaft, Schnelligkeit und Präzision haben sowohl die örtliche Stützpunktfeuerwehr unter der Gesamtleitung von Kommandant Jakob Kronawitter als auch die Kameraden aus Edenland bewiesen. Angenommenes Brandobjekt war das Treppenhaus im „Haus der Begegnung“, in dem auch der Kindergarten untergebracht ist, denn: Wo viele Menschen auf engem Raum oder Plätzen zusammenkommen, ist es immer erstaunlich, wie deren Verhalten bei plötzlichen Notsituationen ist. Um so unberechenbarer ist es verständlicherweise, wenn es sich hierbei um Kinder handelt. Bei der Wahl des Übungsobjektes war man sich sofort einig, dass ein Kindergarten in dieser Größenordnung ein hohes Gefahrenpotenzial birgt. Bei dem Schwellbrand mit sehr starker Rauchentwicklung galt es vor allem die noch im Gebäude befindlichen drei Kinder zu retten. Da in einem solchen Fall bekanntlich jede Minute kostbar ist, musste man mit schwerem Atemschutz tätig werden, welcher zunächst versuchte, den Brand einzudämmen. Der Sicherungstrupp stand bereit; die Wasserversorgung aus dem Hydranten wurde erstellt. Inzwischen war auch die Wehr aus Edenland eingetroffen. Sie wurde angewiesen, aus dem nahe liegenden Edenlander Bach eine Versorgungsleitung und eine Widerstandslinie zu den umliegenden Gebäuden zu errichten. Gleichzeitig wurde bekannt, dass im Bereich Kindergarten drei Kinder vermisst werden. Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht wurde, fand man auch die Kinder. Die Atemschutztrupps brachten sie zur Sammelstelle, wo sie vom Kindergartenpersonal und Mitgliedern der FFW Edenland betreut wurden. Während dessen brach die Wasserversorgung aus dem hydranten ab, so dass die Versorgung über eine zusätzliche B-Leitung zum Verteiler der Edenlander Wehr sichergestellt werden musste. Während des ganzen Szenario wurde der örtliche Einsatzleiter durch Gruppenführer Nagler und dem Edenlander Kommandanten Kreitmeier unterstützt. Aufmerksame Beobachter waren Kreisbrandmeister Hans Haller sowie Bürgermeister Sebastian Satzl. Bei der abschließenden Besprechung vor Ort zeigten sich die Führungsgrade mit der Gesamtleistung zufrieden. Die mit dem Brandschutz erfahrenen Neumitglieder Christian Ginzinger, Thomas Heckner, Thomas Diewald und Michael Hollmayer hatten an der Übung, die mit einem Grillabend abgeschlossen wurde, auch teilgenommen.
Die Bürger jedenfalls können sich auf ihre Feuerwehr verlassen. Verlassen aber nur dann, wenn die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr ehrenamtlich tätig sind, für diesen Einsatzdienst freistellen. Denn auch sie könnten einmal die Feuerwehr brauchen.


Kommandant Kronawitter freute sich über die vier brandschutzerfahrene Neuzugänge