So viel wie noch nie beim Blutspenden
Kürzlich fand von 17 Uhr bis 20 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Blutspendedienst des BRK ein Blutspendetermin im Haus der Begegnung in Weihmichl statt.
Die anhaltende Sommerhitze trocknete die Blutspendedienste langsam aus. Um bis zu 30 Prozent weniger Blutspender als zu normalen Sommerzeiten sind in den letzten Wochen bei einzelnen Spendeaktionen im Lande gezählt worden, so der ehrenamtliche BRK-Mitarbeiter Albert Königer. Das macht sich mittlerweile auch nachhaltig in den Kühlräumen der Blutspendedienste bemerkbar. Längst können auch in Bayern die Bestellungen der Kliniken zur Versorgung der Patienten nicht mehr in allen Blutgruppen wunschgemäß erfüllt werden, war zu vernehmen.
Eine Blutspende kann Leben retten: Wenn es nach den Einschätzungen von Experten geht, muss sich im Allgemeinen bei der Bereitschaft der Bürger in den kommenden Jahren aber einiges tun, damit es nicht zu einem gefährlichen Engpass bei der Versorgung kommt. Nicht desto trotz wurden Anfang dieser Woche beom Spendetermin im Haus der Begegnung Trotz sommerlichen Wetters und Ferienzeit alle Erwartungen mit einer neuen Rekordzahl übertroffen.
Im vergangenen Jahr hat der Bürgermeister der Gemeinde, Sebastian Satzl, diese Blutspendestation ins Leben gerufen. Sage und schreibe 123 Spendewillige hatten sich gemeldet; 113 Personen konnte Blut abgezapft werden, darunter neun Erstspender.
Der Gemeindechef sah sich in seinen Bemühungen wieder einmal bestätigt und was das Organisatorische anbetraf, erwähnte er lobend Albert Königer vom BRK. „Ich glaube, jeder kann helfen, wenn er will. Und jeder kann auch die Zeit dafür aufbringen, wenn er sich Mühe gibt“, stellte der Bürgermeister im Bezug auf das Spenden fest. „Man müsse nur ernsthaft genug wollen“. Er dankte den Spendern im Allgemeinen und den Debütanten im Besonderen. Alle seien Vorbild und Bespiel zugleich gewesen und sie hätten Orientierung gegeben.
Blutspenden
Blutspendeaktion 2009
Eine Blutspende kann Leben retten: Wenn es nach der Einschätzung von Experten geht, muss sich im allgemeinen bei der Bereitschaft der Bürger in den kommenden Jahren aber einiges tun, damit es nicht zu einem gefährlichen Engpass bei der Versorgung kommt. Dies mag auf die Trabentenstädte und Ballungszentren zutreffen. Auf dem Lande ist die Spendenbereitschaft in der Regel größer. Dies traf auch beim ersten Mal im Haus der Begegnung zu, wo die Spendenwilligkeit alle Erwartungen übertraf.
Man kann helfen, ohne in sein Portemonnaie greifen zu müssen. Zudem sieht man für beide Seiten Vorteile: Es ist eine gute Tat, man fühlt sich danach besser. Vielleicht rettet man ein Leben oder trägt dazu bei. Ein Grund für den Mangel an Spendern sieht man im Allgemeinen im Zeitaufwand: Wenn man am PS spenden könnte, hätte man bestimmt genug Spender. Beim Blutspenden ist es nicht anders als in vielen anderen Bereichen, in denen ebenfalls Solidarität in Form aktiver Mithilfe erforderlich wäre: Die Nachfrage übertrifft das Angebot bei weitem. Alle wollen Nutznießer dessen sein, was die Hilfseinrichtungen auf den verschiedenen Gebieten, zum Beispiel der Feuerwehr, im Sozialwesen oder im Katastrophenschutz, zu leisten imstand sind. Nur die allerwenigsten sind jedoch bereit, selbst dazu beizutragen. Das ist sehr bedauerlich und – wenn die Entwicklung so weitergeht – über kurz oder lang in den Auswirkungen auch für die Gemeinschaft gefährlich.



